Hohenlind

Projektdaten

Gesamtfläche: 7,0 ha

Straßenfläche: ca. 7.500 m²

Kanalnetz: ca. 1.200 m

Schächte: ca. 40 Stück

 

Leistungen

  • Mitwirkung bei der B-Planentwicklung
  • Entwässerungs Studie
  • Objektplanung Verkehrsanlagen Lph. 1 bis 9
  • Objektplanung Ingenieurbauwerke Lph. 1 bis 9
  • Örtliche Bauüberwachung für das Gesamtprojekt
  • Hydraulische Berechnung
  • Betrachtung von Starkregenereignissen
  • Leitungstrassen Koordinierung
  • Koordination der Kampfmittelsondierung und -beseitigung
  • Koordination der vermessungstechnischen Grundlagen Planung

 

Das Gelände stellte eine der letzten landwirtschaftlich genutzten Flächen im Stadtteil Hohenlind dar. Angesichts des akuten Wohnungsmangels in Köln hat die Eigentümerin in Zusammenarbeit mit der Stadt Köln ein städtebauliches Konzept entwickelt. Auf Grundlage dieses Konzeptes wurde ein Bebauungsplan erstellt. In dem Wohngebiet wurden neben Ein- und Mehrfamilienhäusern auch eine Kindertagesstätte errichtet. 

 

IPL CONSULT wurde mit der Planung der Erschließungsanlagen (Verkehrs- und Entwässerungsanlagen) beauftragt.  

 

Zu den Aufgaben von IPL CONSULT gehörte, aufgrund einer erstmaligen Forderung der Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR auch die Betrachtung von Starkregenereignissen sowie die Festlegung von Retentionsflächen zur Zwischenspeicherung des Regenwassers. Das Gebiet wird im Mischwassersystem entwässert.  

 

Das anfallende unbelastete Niederschlagswasser von Dachflächen wird vollständig über dezentrale Versickerungsanlagen dem Grundwasser zugeführt. Die Berechnung der Rohr-Rigolen-Versickerungsanlagen erfolgte gemäß dem Arbeitsblatt DWA-A 138. Zu diesem Zweck wurden sogenannte Versicherungsboxen eingesetzt, um die Eigenschaften er Versickerung und Retention zu kombinieren. Diese Boxen gewährleisten eine Revision und Reinigung der Versickerungsanlage. Darüber hinaus ist die Fläche oberhalb der Boxen anderweitig nutzbar. Vor der Zuleitung des Regenwassers in die Boxen bedarf es einer Vorreinigung des leicht belasteten Regenwassers durch einen Sedimentations- oder Filterschacht. 

 

Das Plangebiet war nicht an die öffentliche Kanalisation angeschlossen. In Abstimmung mit den Stadtentwässerungsbetrieben Köln, AöR konnte das Schmutzwasser und das gering belastete Niederschlagswasser der befestigten Straßen der vorhandenen Mischwasserkanalisation in der nördlich gelegenen Werthmannstraße zugeführt werden. Der neue Mischwasserkanal (Rohrdimension bis DN 500) wurde mit einem Absturzbauwerk an den vorhandenen Kanal angebunden. 

Im Vorfeld der Maßnahme waren umfangreiche Kampfmittelsondierungen erforderlich, die von IPL CONSULT koordiniert wurden. In diesem Zusammenhang wurden 3 Blindgänger gefunden und entschärft. Hierfür mussten weite Teile des angrenzenden Wohngebietes und Teile des Krankenhauses Hohenlind evakuiert werden. 

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